>>Pressemitteilung


10.12.2008

Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung Zukunft“ muss „Berlin-Stipendien“ weiterführen


Am heutigen 60. Jahrestag der UN-Menschenrechte tagte das Kuratorium der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. MdB Ingo Wellenreuther, Mitglied des Kuratoriums, forderte in dieser Sitzung eine Fortführung des Programms „Berliner Stipendien“, das von der Stiftung finanziert wird.

„Bei diesem Projekt erhalten Nachfahren von NS Opfern durch ein Stipendium die Möglichkeit, ein Jahr lang an der Berliner Humboldt-Universität zu studieren“, erläutert Ingo Wellenreuther. „Bislang ist die Finanzierung des Berlin-Stipendiumprogramms lediglich bis 2010 gesichert, danach droht das Programm aus Kostengründen eingestellt zu werden. Doch laut Evaluation zählt dieses Projekt zu den erfolgreichsten der Stiftung, es muss daher unbedingt auch in Zukunft fortgesetzt werden“, machte der Bundestagsabgeordnete in der Kuratoriumssitzung dem Stiftungsvorstand gegenüber geltend.

Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ engagiert sich für die Opfer des Nationalsozialismus und setzt sich durch finanzielle Projektförderung für Menschenrechte, Demokratie und Völkerverständigung ein. Dafür steht ihr für das kommende Jahr ein Etat von 7,7 Millionen Euro zur Verfügung. Schwerpunkte der Tätigkeit sind konkrete Hilfen für die NS-Opfer, die Auseinandersetzung mit der Geschichte und der direkte Einsatz für Demokratie und Menschenrechte.

„Mit den Berlin-Stipendien sind sehr gute Erfahrungen gemacht worden“, erklärt Wellenreuther, der selbst Studenten dieses Programms in seinem Büro aufnimmt, um ihnen im Zuge eines Praktikums die Arbeitsweise des Deutschen Bundestages näher zu bringen.

„Die Stipendiaten kommen aus 15 verschiedenen Ländern nach Berlin. Sie sind Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus und studieren hier gemeinsam mit anderen Studenten unterschiedlichster Nationalität. Eine bessere Praxis der Völkerverständigung gibt es kaum. Darüber hinaus werden sie von der Stiftung betreut und lernen deren Projekte und Arbeitsweisen kennen. Bei der Rückkehr in ihre Heimatländer können sie mit ihren Berichten und Erfahrungen eine Form der Öffentlichkeitsarbeit leisten, die letztendlich den Zielen der Stiftung zugute kommt“, so Wellenreuther abschließend.


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